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Standpunkt:
Nur die Orthopädie verfügt über einen ganzheitlichen medizinischen Zugang, wenn es um das Bewegungssystem des Menschen geht.


Argumente
Die orthopädische Ausbildung vermittelt ein umfassendes Wissen über die Funktionalität des Bewegungssystems und der Bewegungsabläufe beim Menschen. Erst darauf aufbauend können diagnostische Methoden zur Strukturanalyse angewandt und Erklärungen von Störungen gegeben werden.

Diese Kenntnisse ermöglichen dem Orthopäden die Wahl der richtigen Therapie. Erst durch eine ganzheitliche Sicht von Funktionen und Zusammenhängen ist eine sinnvolle Entscheidung über die Art der medizinischen Intervention sinnvoll.

Forderungen
Gesundheitspolitische Weichenstellungen sind notwendig. Eine Einbeziehung der Orthopädie in Gesundenuntersuchungen wäre höchst an der Zeit. Ressourcen für Not-, Nacht- und Wochenenddienste in allen Betreuungsstufen – vom niedergelassenen bis zum stationären Bereich – sind aufzubauen.

Zur Betreuung von Akut-Patienten ist eine Schwerpunktsetzung in der Ausbildung zur Erlangung umfassender Diagnosefähigkeiten und Funktionsanalysen zu sichern. Die vermehrte Einbeziehung von Lehrpraxen und Lehrambulanzen ist notwendig.

Konservative Orthopädie muss an Universitätskliniken verpflichtend Forschungs- und Lehrinhalt sein.