<< ZURÜCK

Standpunkt:
Ein kooperatives Netzwerk zwischen niedergelassenen Fachärzten, orthopädischen Abteilungen und Universitätskliniken ist zu forcieren; Allgemeinmedizin und angrenzende Fächer sind nach Möglichkeit einzubeziehen.


Argumente
Bis heute sind – und hier stellt die Orthopädie keine Ausnahme dar – patientenorientierte Kommunikation und Diagnose-Übermittlung nur unzureichend organisiert. „Mehrfachuntersuchungen" oder „Nicht-Relevanz von Untersuchungsverfahren (z.B. in der bildgebenden Diagnostik)" stehen stellvertretend für das Nicht-Funktionieren von – das Gesundheitswesen extrem verteuernden – Nicht-Kooperationsmethoden.

Die Orthopädie kann eine qualitative Struktur des Zusammenwirkens aufzeigen und das Leistungsangebot auf verschiedenen Ebenen koordinieren.

Darüber hinaus erleichtern vernetzte Strukturen Schwerpunktsetzung, Qualitätssicherung, Leistungs- und Kostenoptimierung.

Forderungen
Arbeitsgruppen des ÖGO sollen jene fachliche Instanz sein, die Empfehlungen für das adequate Leistungsangebot auf allen Betreuungsstufen – vom niedergelassenen bis zum stationären Bereich – geben. Dabei sind auch Empfehlungen für eine Qualitätsnorm zu erarbeiten.

Für die Allgemeinmedizin und die angrenzenden Fächer sind Arbeitsgruppen der ÖGO die adequaten Gesprächspartner, um das Leistungsangebot sinnvoll abzugrenzen und eine entsprechende Qualität zu sichern.

Zur Verbesserung der Ausbildung der Allgemeinmediziner ist eine verpflichtende Aufnahme der Orthopädie in den Turnus notwendig, um zu einer Optimierung der Kooperationen zu gelangen.